Necronomicon

necronomicon

NECRONOMICON aus Aachen ist eine der wenigen progressiven „Krautrock“-Gruppen, die es schon zu Beginn der  70er Jahre wagten, ihre Songs in deutscher Sprache vorzutragen. - Walter Sturm  und Norbert Breuer, beide Gitarre und Gesang sowie Gerd Libber am Bass taten sich im Sommer 1970 zusammen und ergänzten die Gruppe durch den Schlagzeuger Harald Bernhard. Als fünfter Mann kam  später Fistus Dickmann am Keyboard dazu. Der Name „Necronomicon“ ist dem Titel  eines fiktiven Buchs  mit Horror- uns Science-Fiktion-Erzählungen von H.P. Lovecraft entliehen.  Necronomicon war damit die erste deutsche Rockband unter diesem Namen, lange bevor z.B. die jetzt noch aktive Metal-Trash-Formation mit dem gleichen Namen auf der Rockbühne erschien.
Im Frühjahr 1972 nahm Necronomicon  in einem kleinen Studio im holländischen Kerkrade auf einem Zweispurbandgerät von Revox sechs Titel für eine LP auf, die  bei der Carl Lindström GmbH in Köln in einer Auflage von 500 Stück gefertigt wurden. Der Titel "Tips zum Selbstmord" hat nichts mit Anleitungen zu tun, wie man individuell das eigene Leben beenden kann, sondern bezieht sich auf die Verwüstung der Erde durch den Menschen, der sich damit seine eigenen Lebensgrundlagen entzieht. Für die selbstgeklebte Hülle ließ die Gruppe sich etwas ganz besonderes einfallen: Sie ist fünffach auffaltbar, besteht also aus sechs quadratischen Flächen, die aufgeklappt ein Kreuz bilden. Das 1972 in dieser Art erstmalig realisierte inhaltlich einheitliche Gesamtkonzept vom Gruppennamen, der Rockmusik, den deutschen Texten, der Umsetzung von Textinhalten und Titel der LP, der deutschsprachigen Lyrik und textaffiner Umsetzung in der jeweiligen Komposition fand seine künstlerische Komplettierung in der Covergestaltung von Harald Bernhard, dem Schlagzeuger der Gruppe - und dies nicht nur formal (Kreuz), sondern insbesondere auch inhaltlich. Finanziell unterstützt wurde die Produktion  im Wesentlichen von Hubert Herwartz, einem Freund der Gruppe.
1976 kam es zur Auflösung von Necronomicon. Das stetige nationale aber auch internationale Interesse an  der LP half,  trotz  unterschiedlicher beruflicher Wege,  den Kontakt zwischen den Mitgliedern der Gruppe  aufrecht zu halten.
2009 entschloss man sich, ein Songkonzept aus dem Jahr 1974 wieder aufzunehmen: Die Vertonung eines Bert-Brecht-Textes aus den „Geschichten des Herrn Keuner: Wenn die Haifische Menschen wären“. In einem professionellen Tonstudio sollte dieses Werk  in der Originalbesetzung der Gruppe (Harald Bernhard, Drums; Norbert Breuer, Git.; Gerd Libber, Bass; Walter Sturm, Git.)  realisiert werden. Als Keyboarder wirkt jetzt Helmut Herzog mit Original-„Hammond/Leslie“-Sound und Mellotron-Emulation mit. Copyright-Probleme der Brecht Texte verhinderten  jedoch letztlich die 1:1 Umsetzung des Konzepts.   Herbert Dretzke sprang   helfend und kreativ ein. Er verfasste zwei Texte, welche die Stimmung und das von  Necronomicon  schon festgelegte und musikalisch bearbeitete Versmaß der Brecht-Texte aufgriffen.  Nach insgesamt ca. 2-jähriger Übungs- und Umsetzungsphase fühlte Necronomicon sich  wieder musikalisch „fit“ genug, um die Ergebnisse  der Arbeit im Studio sowie auch „live“ einem größeren Publikum zu präsentieren. Im Dezember 2012 wurde die neue LP „Haifische“ auf einem Konzert erstmalig dem Publikum vorgestellt. Weitere Konzerte folgten, u.a. anlässlich „Arts Birthday“ in Aachen am 17.01.2013.

Foto vlnr:
Helmut Herzog (keyboards, vocals)
Walter Sturm (guitar, vocals)
Harald Bernhard (drums)
Norbert Breuer (guitar, vocals)
Gerd Libber (bass, vocals)

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